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	<title>rausfall.ch &#187; Internetsperre</title>
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		<title>Frank A. Meyer, SÃ¼ndenbock Internet</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 16:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>boeggsli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Frank A. Meyer]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Foto: RDB/Sobli bearbeitet

Frank A &#8230; <a href="http://www.rausfall.ch/2009/08/11/frank-a-meyer-sundenbock-internet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-448" title="Frank A. Meyer lol" src="http://www.rausfall.ch/wp-content/uploads/2009/08/financial-crisis.jpg" alt="Frank A. Meyer lol" width="450" height="532" /><em> </em><br />
<em>Foto: RDB/Sobli bearbeitet</em></p>
<p>Frank A. Meyer hat sich mit <a href="http://www.blick.ch/news/fam/basta-125570">einem kurzen, aber heftigen und vor allem dummen Rundumschlag im Sonntagsblick</a> wieder einmal unmÃ¶glich gemacht. Dass er Mobiltelefone und das Fernsehen nicht so mag und die Wikipedia als Schrott empfindet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_A._Meyer">steht sogar in ebendieser</a>, aber nun holt er auch noch gegen das Internet aus.</p>
<blockquote><p>Das Globalisierungsmedium par excellence [er meint das Internet] hat aber auch neue RÃ¤ume erÃ¶ffnet â€“ rechtsfreie RÃ¤ume.</p></blockquote>
<p>Immer dieses gleiche Argument&#8230; Aber trotzdem mÃ¶chte ich es hier nochmals klarstellen: Es gibt keinen rechtsfreien Raum; Recht gilt Ã¼berall, auch im Internet. Ob und wie es durchzusetzen ist, ist eine andere Frage, aber das Schweizer Recht gilt auch im Internet und zwar vollstÃ¤ndig und uneingeschrÃ¤nkt!</p>
<p>Am gleichen Ort ist auch folgende Ã„usserung einzuordnen:</p>
<blockquote><p>Schriftsteller und Musiker verlieren im Netz das Recht auf ihre Werke: Alles kann, alles darf heruntergeladen werden</p></blockquote>
<p>NEIN! Ãœberhaupt nichts kann und darf. Ja, es ist mÃ¶glich Musik, Text und Film unbefugt herunterzuladen, aber man darf es nicht anbieten. Das heisst, jeglicher unbefugter Upload von urheberrechtsgeschÃ¼tztem Materials ist nicht erlaubt und strafbar! Man â€ždarfâ€œ also nicht.</p>
<p>Frank A. Meyer bringt es sogar fertig das Internet und die Laptops fÃ¼r die Finanzkrise verantwortlich zu machen:</p>
<blockquote><p>Die schÃ¶ne neue Laptop-Welt befreite die FinanzÂ­wirtschaft von Recht</p></blockquote>
<blockquote><p>[...] gesetzliche Regeln oder gar Schranken fÃ¼r den Internet-getriebenen Finanzkapitalismus [gibt es] erst recht nicht.</p></blockquote>
<p>Ãœber solche Ã„usserungen braucht man an sich gar nicht zu diskutieren; wer dies ernsthaft glaubt, hat grundlegendes nicht verstanden. Unser ganzes Finanzsystem beruht auf fiktiven Papieren und dies schon seit lange vor dem Internet. Schuldscheine sind so alt wie der Handel selbst. FinanzbetrÃ¼ger, wie die jeweiligen UBS-Steuerberater oder Bernie Madoff brauchten fÃ¼r ihre BetrÃ¼gereien das Internet nicht, im Gegenteil: Die reale Welt bietet genug MÃ¶glichkeiten.<br />
Den Raubtier-Kapitalismus, den Frank A. Meyer ebenfalls den â€žInternefreaksâ€œ zuschreibt, haben wir schon lange und er ist ein systemimmanentes Problem. Lasst uns doch das Internet einmal abschalten und sehen, was passiert&#8230; Gibt es dann keine Grossbanken mehr, welche Superreichen beim Steuerbetrug helfen? Sind die grossen Konzerne, welche die dritte Welt ausbeuten dann Geschichte? Nein; denn es ist nicht das Internet, es ist unser System, das so ist.</p>
<blockquote><p>ModernitÃ¤t ist kein Argument, Jugend schon gar nicht.</p></blockquote>
<p>Aber Konservativismus und eine â€žSo war es schon immerâ€œ-Haltung sind Argumente?</p>
<blockquote><p>Jugend war stets das Zauberwort fÃ¼r SystemstÃ¼rzer von rechts und links.</p></blockquote>
<p>Ja und diese SystemstÃ¼rzer waren stets jene, die die Gesellschaft lÃ¤ngerfristig weiterbrachten. Die FranzÃ¶sische Revolution, das waren keine 65jÃ¤hrigen Frank A. Meyers, welche den KÃ¶nig stÃ¼rzten. Gleiches gilt fÃ¼r jede gesellschaftliche VerÃ¤nderung. Ohne Jugend, keine VerÃ¤nderung.</p>
<p>Im Grossen und Ganzen habe ich das GefÃ¼hl, Frank A. Meyer sucht einen SÃ¼ndenbock fÃ¼r alles, was nach seiner Meinung in unsere Gesellschaft falsch lÃ¤uft und er hat ihn im Internet gefunden. Dieses bildet nÃ¤mlich in einer gewissen Weise tatsÃ¤chlich unsere Gesellschaft ab.</p>
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		<title>Zensursula auch in der Schweiz</title>
		<link>http://www.rausfall.ch/2009/06/10/internetsperren-auch-in-der-schweiz/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 11:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>boeggsli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland wird seit Monaten aktiv Ã &#8230; <a href="http://www.rausfall.ch/2009/06/10/internetsperren-auch-in-der-schweiz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-135" title="stop" src="http://www.rausfall.ch/wp-content/uploads/2009/06/stop.gif" alt="stop" width="191" height="182" />In Deutschland wird seit Monaten aktiv Ã¼ber Internetsperren diskutiert. In der Schweiz habe wir solche schon seit lÃ¤ngerem. Technisch funktioniert dies so, dass eine BehÃ¶rde eine Liste mit bÃ¶sen rsp. vermeintlich bÃ¶sen Webseiten ausarbeitet und die an die jeweiligen Internetprovider(z.B.: Cabelcom oder Swisscom) weitergibt und diese auf ihren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DNS_Server">DNS-Servern</a> diese Seiten nicht mehr auflÃ¶sen, sondern die jeweiligen Nutzer auf einen staatlichen Server mit <a href="http://195.141.106.92/">dieser</a> Stopp-Seite weiterleiten.</p>
<p>Ich halte diese Sperrlisten fÃ¼r Mist. Es wird argumentiert, dass das Internet nicht rechtsfrei sei und man aktiv gegen zB. Anbieter von dokumentiertem Kindsmissbrauch und Ã¤hnliches vorgehen will. Nun sind diese Sperren aber nur ein Vorhang, den man vor diese Inhalte hÃ¤ngt, die jeder, auch nur ganz am Rand Technik-Interessierte, umgehen kann. Damit schafft man genau diesen rechtsfreien Raum hinter diesen Sperren, den man eigentlich nicht haben wollte. Zudem wÃ¤re es viel sinnvoller, wenn man die entsprechenden Seiten schon kennt, gegen deren Anbieter vorzugehen. Zudem werden diese Internetsperren von der Ã–ffentlichkeit verborgen gehalten und sind so ein grosses Missbrauchspotential. In andern Staaten, in welchen diese Listen existieren, wurden auch schon mal Gegner dieser Sperrungen oder andere politische Meinungen gesperrt und da dies alles heimlich geschieht ist es auch sehr mÃ¼hsam Ã¼berhaupt herauszufinden, dass man gesperrt wurde, geschweige denn dagegen vorzugehen. Weiterhin schÃ¼tzt das Sperren von so genannter Kinderpornographie keine Kinder vor Missbrauch, sondern sorgt nur dafÃ¼r, dass er nicht dokumentiert wird.<br />
In Deutschland wurde zu diesem ganzen Thema schon viel mehr argumentiert und diskutiert; darum empfehle ich sich mal dort auf den jeweiligen Blogs umzusehen. <a href="http://scusiblog.org/">Scusiblog</a> berichtet beispielsweise immer wieder Ã¼ber dieses Thema, und teilweise auch Ã¼ber die Schweizer Sperrliste. Einen sehr guten Ãœberblick bietet auch <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre124.html">Chaosradio Express Nr 124</a>.</p>
<p>Dass es in der Schweiz gleich Null Gegenwehr gegen solche Internet-Zensur gibt, ist nicht weiter verwunderlich.</p>
<p>DafÃ¼r gibt es meiner Meinung nach 2 HauptgrÃ¼nde:</p>
<ul>
<li>Das Missbrauchspotential besteht zwar in der Schweiz auch, aber da bei uns, durch die Konkordanz, eigentlich immer alle (relevanten) PolitstrÃ¶mungen in die Regierung eingebunden sind, wird wohl auch bei dieser Sperrliste sorgfÃ¤ltiger gearbeitet, als in LÃ¤ndern in denen ein Konkurrenzsystem besteht.</li>
<li>In der Schweiz sind wir mit dieser Sperrlist zwar in der Entwicklung weit vor Deutschland, aber bei uns ist die Stimmung im Bezug auf das Internet nicht so aufgeheizt wie in andern LÃ¤ndern. Bei uns gibt es weder Vorratsdatensicherung noch extreme VideoÃ¼berwachung und, dass der Biometrische Pass durchkam war auch eher GlÃ¼ck als eine wirklich strake politische Mehrheit.</li>
</ul>
<p>Man darf also feststellen, dass in der Schweiz die Situation nicht so bedenklich ist,als in andern LÃ¤ndern. Trotzdem bleibt ein wachsames Auge auf die politische Entwicklung zu richten und aufmerksam die Diskussion zu verfolgen.</p>
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