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	<title>rausfall.ch &#187; Datenschutz</title>
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	<description>wo das, was rausfÃ¤llt, reinfÃ¤llt.</description>
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		<title>Das Parlament verschlÃ¤ft, der AbhÃ¶rschlumpf handelt</title>
		<link>http://www.rausfall.ch/2009/07/17/das-parlament-hat-verschlafen-und-der-abhorschlumpf-handelt-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 12:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>boeggsli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[AbhÃ¶rschlumpf]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch andauernde Berieselung auf Twitter &#8230; <a href="http://www.rausfall.ch/2009/07/17/das-parlament-hat-verschlafen-und-der-abhorschlumpf-handelt-2/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch andauernde Berieselung auf <a href="http://twitter.com/">Twitter</a>, bin ich auf <a href="http://www.woz.ch/artikel/rss/18143.html">diesen Woz-Artikel</a> gestossen.</p>
<p>Darin wird erklÃ¤rt, dass der Woz vertrauliche Dokumente vorliegen, welche die eigentlich geheimen PlÃ¤ne der Schweizer BehÃ¶rden offenlegen, ab 1. August allen Providern vorzuschreiben, EchtzeitÃ¼berwachen des Internetverkehrs zu ermÃ¶glichen. Also die MÃ¶glichkeit zu schaffen, dass man alles, was einer im Internet tut live mithÃ¶ren/mitsehen/mitlesen kÃ¶nnte. Das Ganze soll auf Basis des <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/7/780.1.de.pdf">â€žBundesgesetz betreffend die Ãœberwachung des Post- und Fernmeldeverkehrsâ€œ (BÃ¼pf)</a> und der dazugehÃ¶rigen <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/7/780.11.de.pdf">â€žVerordnung Ã¼ber die Ãœberwachung des Post- und Fernmeldeverkehrsâ€œ (VÃ¼pf)</a> stattfinden und in Form einer â€žIP-Richtlinieâ€œ erlassen werden.</p>
<p><strong>Problematik:</strong><br />
An einer solchen EchtzeitÃ¼berwachung gibt es mehrere Probleme:<br />
Zum einen weckt sie (wie alle Ãœberwachungsmassnahmen) Interessen von LobbyverbÃ¤nden: Beispielsweise argumentiert ein Sprecher des Schweizerischen Interessenverbands der Musikindustrie (im letzten Abschnitt <a href="http://www.20min.ch/digital/webpage/story/31948600">dieses 20minuten-Artikels</a>) zuerst mit Kinderpornographie und Rassismus, deutet aber schon im nÃ¤chsten Satz an, dass man mit diesen Mittel doch auch gut gegen Internetpiraterie vorgehen kÃ¶nnte.</p>
<p>Zum andern werden wahrscheinlich mehr hÃ¶chst private Daten mitgeloggt, welche mit dem Strafverfahren nichts zu tun haben, als relevante, da sich besonders in jungen BevÃ¶lkerungsschichten mittlerweile die ganze Kommunikation/Information im internet abspielt.<br />
Und zum Dritten fÃ¼hlt sich der BÃ¼rger, je mehr er Ã¼berwacht wird, auch demnach, was zu einer Anpassung an die Durchschnittsgesellschaft fÃ¼hren kÃ¶nnte. (siehe <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dTCQ7eSK9BM">dieses Video</a>)</p>
<p><strong>Rechtslage:</strong><br />
Wie die Woz richtig zitiert, steht im BÃ¼pf, dass die Anbieterinnen â€žden Fernmeldeverkehr der Ã¼berwachten Person soweit mÃ¶glich in Echtzeitâ€œ liefern mÃ¼ssen. Es ist aber umstritten, ob man den ganzen Internetverkehr einfach unter Fernmeldeverkehr abstempeln kann. Dazu ist mir beim Lesen des Gesetzes und der Verordnung folgendes aufgefallen:</p>
<p>Der Gesetzgeber unterscheidet am Anfang des BÃ¼pf zwischen â€žPostdienstleistungenâ€œ, â€žFernmeldedienstleistungenâ€œ und â€žInternet-Anbieterinnenâ€œ. Dummerweise hat er dann aber keine separaten Bestimmungen fÃ¼r Internet-Anbieterinnen erlassen. So gibt es einen Abschnitt betreffend Postverkehr und einen betreffend Fernmeldeverkehr, aber keinen betreffend Internetverkehr. Genau an diesem Punkt springt dann die VÃ¼pf ein, die einen Abschnitt zum Internetverkehr enthÃ¤lt. Ebendieser legitimiert die aktuellen PlÃ¤ne unserer Regierung, das Internet in Echtzeit abhÃ¶ren zu kÃ¶nnen.<br />
Und hier bin ich mit <a href="http://www.andreasvongunten.com/blog/2009/7/16/der-eigentliche-skandal-in-sachen-internetuberwachung-in-der.html">Avongunten</a> einer Meinung; das Problem ist, dass das Parlament damals ein solches Gesetz verabschiedet hat, dass dem Bundesrat einen so grossen Spielraum in der Gestaltung der VÃ¼pf lÃ¤sst und sich gleich Null mit dem Internet befasst. Man kann also nur darauf hoffen, dass das Parlament sich mÃ¶glichst bald an eine Ãœberarbeitung des BÃ¼pf macht und seinen Fehler korrigiert.</p>
<p>Ãœbrigens: Die Bedingungen, dass Ã¼berhaupt eine Ãœberwachung irgendeiner Art durchgefÃ¼hrt werden darf, sind in Art. 3 BÃ¼pf festgehalten. Es muss ein begrÃ¼ndeter Verdacht auf eine der in Art. 3 genannten StraftatbestÃ¤nde bestehen. Netterweise hat Kim <a href="http://nichtsistklar.wordpress.com/2009/07/16/dringende-durchsage-bupf-upf-dba/">hier</a> aus den vielen Paragraphen eine fast komplette Liste dieser StraftatbestÃ¤nde herausgeschrieben (es fehlen die StraftatbestÃ¤nde des MilitÃ¤rgesetzes und des Atomgesetzes).<br />
Weiterhin muss die Ãœberwachung immer verhÃ¤ltnismÃ¤ssig zur jeweiligen strafbaren Handlung sein, was natÃ¼rlich auslegungsbedÃ¼rftig ist.<br />
Zudem muss immer eine richterliche BehÃ¶rde die Ãœberwachung genehmigen und die Genehmigung auch begrÃ¼nden. Die Ãœberwachung ist zu befristen und, nach Beendigung, dem Ãœberwachten mitzuteilen.</p>
<p><strong>SchlussEndeFerti</strong><strong>g:</strong><br />
Zum Schluss mÃ¶chte ich nicht unerwÃ¤hnt lassen, dass das Schweizer Pendant zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zensursula#Protest_gegen_die_Sperrung_von_Internetseiten.2C_Spitznamenpolemik">Zensuraula</a> nun wohl endgÃ¼ltig der AbhÃ¶rschlupf ist. Mit ihrer UnbekÃ¼mmertheit zum biometrischen Pass und mit dieser aktuellen Massnahme hat sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eveline_Widmer-Schlumpf">Eveline Widmer-Schlumpf</a> diesen Namen verdient. Danke ihr <a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/2009/07/16/abhorschlumpf/">Blogger</a> und <a href="http://search.twitter.com/search?q=abhÃ¶rschlumpf">Twitterer</a>.</p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.rausfall.ch/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zensursula auch in der Schweiz</title>
		<link>http://www.rausfall.ch/2009/06/10/internetsperren-auch-in-der-schweiz/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 11:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>boeggsli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Deutschland wird seit Monaten aktiv Ã &#8230; <a href="http://www.rausfall.ch/2009/06/10/internetsperren-auch-in-der-schweiz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-135" title="stop" src="http://www.rausfall.ch/wp-content/uploads/2009/06/stop.gif" alt="stop" width="191" height="182" />In Deutschland wird seit Monaten aktiv Ã¼ber Internetsperren diskutiert. In der Schweiz habe wir solche schon seit lÃ¤ngerem. Technisch funktioniert dies so, dass eine BehÃ¶rde eine Liste mit bÃ¶sen rsp. vermeintlich bÃ¶sen Webseiten ausarbeitet und die an die jeweiligen Internetprovider(z.B.: Cabelcom oder Swisscom) weitergibt und diese auf ihren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DNS_Server">DNS-Servern</a> diese Seiten nicht mehr auflÃ¶sen, sondern die jeweiligen Nutzer auf einen staatlichen Server mit <a href="http://195.141.106.92/">dieser</a> Stopp-Seite weiterleiten.</p>
<p>Ich halte diese Sperrlisten fÃ¼r Mist. Es wird argumentiert, dass das Internet nicht rechtsfrei sei und man aktiv gegen zB. Anbieter von dokumentiertem Kindsmissbrauch und Ã¤hnliches vorgehen will. Nun sind diese Sperren aber nur ein Vorhang, den man vor diese Inhalte hÃ¤ngt, die jeder, auch nur ganz am Rand Technik-Interessierte, umgehen kann. Damit schafft man genau diesen rechtsfreien Raum hinter diesen Sperren, den man eigentlich nicht haben wollte. Zudem wÃ¤re es viel sinnvoller, wenn man die entsprechenden Seiten schon kennt, gegen deren Anbieter vorzugehen. Zudem werden diese Internetsperren von der Ã–ffentlichkeit verborgen gehalten und sind so ein grosses Missbrauchspotential. In andern Staaten, in welchen diese Listen existieren, wurden auch schon mal Gegner dieser Sperrungen oder andere politische Meinungen gesperrt und da dies alles heimlich geschieht ist es auch sehr mÃ¼hsam Ã¼berhaupt herauszufinden, dass man gesperrt wurde, geschweige denn dagegen vorzugehen. Weiterhin schÃ¼tzt das Sperren von so genannter Kinderpornographie keine Kinder vor Missbrauch, sondern sorgt nur dafÃ¼r, dass er nicht dokumentiert wird.<br />
In Deutschland wurde zu diesem ganzen Thema schon viel mehr argumentiert und diskutiert; darum empfehle ich sich mal dort auf den jeweiligen Blogs umzusehen. <a href="http://scusiblog.org/">Scusiblog</a> berichtet beispielsweise immer wieder Ã¼ber dieses Thema, und teilweise auch Ã¼ber die Schweizer Sperrliste. Einen sehr guten Ãœberblick bietet auch <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre124.html">Chaosradio Express Nr 124</a>.</p>
<p>Dass es in der Schweiz gleich Null Gegenwehr gegen solche Internet-Zensur gibt, ist nicht weiter verwunderlich.</p>
<p>DafÃ¼r gibt es meiner Meinung nach 2 HauptgrÃ¼nde:</p>
<ul>
<li>Das Missbrauchspotential besteht zwar in der Schweiz auch, aber da bei uns, durch die Konkordanz, eigentlich immer alle (relevanten) PolitstrÃ¶mungen in die Regierung eingebunden sind, wird wohl auch bei dieser Sperrliste sorgfÃ¤ltiger gearbeitet, als in LÃ¤ndern in denen ein Konkurrenzsystem besteht.</li>
<li>In der Schweiz sind wir mit dieser Sperrlist zwar in der Entwicklung weit vor Deutschland, aber bei uns ist die Stimmung im Bezug auf das Internet nicht so aufgeheizt wie in andern LÃ¤ndern. Bei uns gibt es weder Vorratsdatensicherung noch extreme VideoÃ¼berwachung und, dass der Biometrische Pass durchkam war auch eher GlÃ¼ck als eine wirklich strake politische Mehrheit.</li>
</ul>
<p>Man darf also feststellen, dass in der Schweiz die Situation nicht so bedenklich ist,als in andern LÃ¤ndern. Trotzdem bleibt ein wachsames Auge auf die politische Entwicklung zu richten und aufmerksam die Diskussion zu verfolgen.</p>
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